Nasennebenhöhlen (Sinuses) sind luftgefüllte Hohlräume die sich neben den Gesichtsknochen befinden. Sie haben Funktionen wie Verringerung des Schädelgewichtes, Schutzbarriere-Funktion gegen Schläge und intranasale Befeuchtung über regelmäßige Sekretion. Sinusitis ist eine Infektion der Nasennebenhöhlen. Infektionen die sich innerhalb einer kurzen Zeit entwickeln werden akute Sinusitis genannt. Infektionen die sich wiederholen und länger als 3 Monate anhalten werden als chronische Sinusitis bezeichnet. Akute Sinusitis verhalten sich ähnlich wie eine Infektion der oberen Atemwege und werden auch ähnlich behandelt. Bei der chronische Sinusitis wird neben der medikamentösen Behandlung auch eine chirurgische Behandlung durchgeführt.
 Unter Berücksichtigung der Krankheitsgeschichte des Patienten, der endoskopischen Nasenuntersuchung und radiologischen Untersuchungen, wird eine Diagnose gestellt. Bei der radiologischen Untersuchung ist die Computertomographie (CT) eine äußerst nützliche Technik.
 Bei den Patienten zeigen sich starke schnupfenähnliche Beschwerden wie Kopf- und Gesichtsschmerzen, Nasenverstopfung, Husten, Müdigkeit und Nasenlaufen, Juckreiz und Niesen. Für die Behandlung akuter und mancher chronischer Sinusitis ist eine Behandlung mit entsprechendem 10-14 tägigem Antibiotikum ausreichend. Jedoch müssen bei der Behandlung von chronischen Sinusitis die Ursachen der Chronifizierung bekämpft werden. Dafür ist im allgemeinen die chirurgische Therapie am besten geeignet.

In den letzten 15 Jahren wurden bei der chirurgischen Behandlung der Sinusitis große Fortschritte erzielt. Es wird ein chirurgischer Eingriff durchgeführt, welche den Funktionsmechanismus der Nase und die intranasale Schleimhautstruktur nicht beeinträchtigt. Bei der allgemein als Funktionelle endoskopische Sinus Chirurgie (FESS) genannten Technik, sind Erfahrung und Kompetenz des Chirurgen sehr wichtig. Bei diesem chirurgischem Eingriff werden mit Hilfe eines Endoskops über das Naseninnere die Nasennebenhöhlen erreicht. Ohne das umliegendes Gewebe zu schädigen werden die Nasennebenhöhlen gereinigt und durch die Öffnung der natürlichen Kanäle dafür gesorgt, dass die Physiologie wieder angemessen funktioniert.

Zumal die endoskopische Chirurgie eine Operation ist die die Funktion der Nasennebenhöhlen berücksichtigt und auf die Verbesserung der geschädigten Physiologie abzielt, sind die Ergebnisse des Eingriffes sehr erfolgreich. Eine Operation mit Hilfe von Endoskopen, die einen detaillierten Einblick in die Nase sowie in die Nebenhöhlen liefern und mit speziellen mikrochirurgischen Instrumenten wird das Problem der Nasennebenhöhlenentzüngung weitgehend gelöst. Die funktionelle endoskopische Sinus Chirurgie ist eine Operation die für den Facharzt schwierig aber für den Patienten einfach ist. Der operierende Facharzt muss über jegliche technische Ausstattung verfügen sowie erfahren und kompetent sein. Dieser chirurgische Eingriff kann unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt werden und wird innerhalb einer Zeit von 1-2 Stunden abgeschlossen. Die postoperative Phase verläuft sehr gut und weil kein Tampon eingesetzt wird, der die Nase vollständig abdeckt, kann der Patient innerhalb einer kurzen Zeit seinen täglichen Arbeiten nachgehen. Grundsätzlich werden Patienten schon am ersten Tag der Operation entlassen und danach ambulant behandelt. Der Tampon wird innerhalb von 1-2 Tagen entfernt und der Patient nachträglich beobachtet. Die Patienten können nach 5 Tagen ihre Arbeit wieder aufnehmen. Nach einer 3-wöchigen Früh-Nachverfolgungsphase werden die Patienten langfristig beobachtet.

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