Die Formung der Ohrmuscheln des Kindes wird schon im Mutterleib abgeschlossen. Deren Weiterentwicklung dauert bis zum Alter von 5-6 Jahren und nimmt eine endgültige Form an. Die Dysplasie der sog. abstehenden Ohren entstehen in der Regel durch eine übermäßiges Wachstum des, sich in unmittelbarer Nähe zum Kopf befindenden Muchelbereichs (Konche) sowie der Steigerung des Winkels zwischen dem Kopf und Ohrmuschel oder es fehlt die Entwicklung einer Anthelixfalte an der Ohrmuschel.

Die an Ohrdeformationen am stärksten leidende Gruppe sind Kinder. Den Kindern im Schulalter werden sehr häufig von ihren Gleichaltrigen Spitznamen wie „Satellit“, „Segelohr“, „Mickey Mouse“ vergeben und verspottet.

Daher sollte unser Motto für eine Operation der abstehenden Ohren „JE FRÜHER, DESTO BESSER“ sein.

Vor der Operation sollte dieser Zustand dem Kind unbedingt erläutert werden und seine Zustimmung dazu eingeholt werden.

Die Operation der Kinder sollte unbedingt unter Vollnarkose in Krankenhausbedingungen ausgeführt werden. Das Kind sollte eine Nacht im Krankenhaus verbringen und danach über eine Nachbehandlung mit häufiger Wundpflege verfolgt werden.

Nach der Operation sorge ich dafür, dass die Kinder 2-4 Tage lang eine Kopfbandage tragen. Diese Bandage wird nur für die Wundpflege geöffnet. Nach dem 4. Tag verbleibt auf dem Ohr nur eine Wundbandage. In der 1. Woche werden die Fäden hinter dem Ohr gezogen. Während dieser Zeit verordne ich meinen Patienten ein Antibiotikum (in Sirupform). Für Schmerzen in Form von Wehen verabreiche ich wiederum Schmerzmittel in Form von Sirup. Postoperativ empfehle ich 2 Monate lang das Tragen einer Kopfbandage beim Schlafen.

Eltern sollten sich unbedingt an einen Hals-Nasen-Ohren-Facharzt oder einen plastischen Chirurgen bezüglich einer Operation für abstehende Ohren wenden. Dies wird Ihnen helfen zu entscheiden, was ästhetisch und psychologisch für Ihr Kind besser ist.

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